Die Hüftentwicklung bei Kindern mit Cerebralparese
Die Hüftluxation ist nach dem Pes Equinus das zweithäufigste fokal-motorische Problem bei Kindern mit Cerebralparese.
Die Hüftluxation ist nach dem Pes Equinus das zweithäufigste fokal-motorische Problem bei Kindern mit Cerebralparese (siehe Tabelle) (Cornell et al., 1995), das zu erheblichen Problemen für die Betroffenen (Schmerzen, Problemen beim Sitzen, der Entwicklung des Gehens und der perinealen Hygiene und der Entwicklung einer Skoliose [Morrell et al., 2002; Kalen und Bleck 1985]) führen kann.
| Inzidenz der Hüftdislokation |
Autor |
|
| Gesamtinzidenz |
35% |
Soo et al., 2006 |
| Inzidenz bei GMFCS-Level I |
0% |
Soo et al., 2006 |
| Inzidenz bei GMFCS-Level V |
90% |
Soo et al., 2006 |
| Prävalenz |
16% |
Cooke et al., 1989 |
| Laterale Migration bei Kindern, die im Alter von 5 Jahren noch nicht gehen können |
30-60% |
Scrutton et al., 2001 |
| Größtes Risiko der Hüftluxation |
4-12 Jahre |
Flynn et al., 2002 |
Tabelle: Inzidenzen der Hüftdislokation
Nach einer zunächst normalen Hüftentwicklung (Flynn et al., 2002), kommt es mit der Zunahme der Spastik, vor allem durch die funktionelle Adduktorenmuskulatur (Adduktoren: Mm. adductor brevis, longus et magnus; Flexoren: M. iliopsoas; und Ischiokrurale Muskulatur), zu einer vermehrten Lateralisation des Hüftkopfes (Cornell et al., 1995).
