Glossar

Hier werden medizinische Fachbegriffe erklärt

Cerebralparese (CP): Die Cerebralparese (CP) ist der Begriff für eine Gruppe von Krankheitsbildern, die zu einer Störung von Bewegung, Haltung und motorischer Funktion führen. Diese Störungen sind permanent, jedoch nicht unveränderlich. und entstehen durch eine Schädigung des sich entwickelnden Gehirnes.

Spastik: Verrsteifung und Kontraktion von Muskeln aufgrund abnormer Dehnungsreflexe. Angeblich baut insbesondere der Muskel einen geschwindigkeitsabhängigen Widerstand auf, d.h. je schneller er gedehnt wird, desto stärker ist sein Widerstand.

Hüftluxation:Normalerweise bedeckt das sogenannte Pfannendach den Hüftkopf. Dieser wir dadurch geschützt und das gelenk erfährt eine maximale Beweglichkeit. Bei Patienten mit einer CP kann die Muskulatur, die spastisch ist, den Hüftkopf aus Ihrer Pfanne "herausziehen", sodass das Gelenk nicht mehr optimal funktioniert. Überschreitet das "Herausrutschen" des Hüftkopfes ein bestimmtes Maß, spricht man von einer Hüftluxation. Diese kann zu Schmerzen, einer eingeschränkten Beweglichkeit des Hüftgelenkes und in der Folge zu Gelenkschädigungen (Arthrose) führen.

Botulinum Toxin: Botulinum Toxin ist ein Stoff, der von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet wir. Dieses Bakterium kann nur dann überleben, wenn es keinem Sauerstoff ausgesetzt ist. Es kommt unter anderem in schlecht konserverierten bzw. abgelaufenen Fleischkonserven (botulus = "Würstchen") vor. Diese Toxin führt dazu, dass die Muskulatur gelähmt wird. Da bei der CP eine erhöhte Muskelspannung (Spastik) auftreten kann, kann man durch das Botulinum Toxin diese Überaktivität der Muskulatur senken und die Spastik lockern. Folgeschäden durch die Spastik können so gemildert bzw. vermieden werden.

Constraint Induced Movement Therapy: Die Constrained Induced Movement Therapy (CIMT)basiert auf Verhaltenstherapeutischen Grundsätzen. Das Prinzip der Therapie besteht aus einer Ruhigstellung des nicht-betroffenen Armes durch eine Schiene (Constraint). Mit dieser Vorgehensweise wird die betroffene Seite herausgefordert, aktiv zu werden, und die Regenerations- und Reparationsvorgänge des Gehirns unterstützt, die auch als Neuroplastizität bezeichnet werden. Patienten mit einer Halbseitenlähmung (Hemiparese) trainieren ihre betroffene Hand und lernen, sie verstärkt bei motorischen Aufgaben im Alltag einzusetzen. Die Therapie führt zu der Ausbildung neuer Nervenbahnen.

Baclofen: Baclofen ist ein Medikament, dass an bestimmten Synapsen und Nerven, v.a. des Rückenmarkes wirkt. Es dockt an Rezeptoren (sogenannten GABAB -Rezeptoren) an und reduziert auf diese Weise die Erregbarkei bestimmter Nerven (Alpha-Motoneurone). Dieser Wirkmechanismus führt, ähnlich wie Botulinum Toxin, zu einer Reduktion der Spastik.

Laufbandtraining/Lokomat: das Training auf dem Laufbandtraining/Lokomat entspricht einem Gangtraining bei Patienten mit Cerebralparese. Die Intensität, die Dauer und die Arrt des Trainings können variieren. Studien belegen, dass es bereits nach kurzer Zeit z. B. zu einer Zunahme der Gehgeschwindigkeit kommt.